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Tipp vom Anwalt: Fünf Dinge auf die Sie beim Hausbau unbedingt achten müssen

18/05/2017
Veröffentlichungen - NIGGL, LAMPRECHT & KOLLEGEN >>

Rechtstipp zum Hausbau

Wer bauen möchte, dann muss auf vieles achten. Damit der Traum vom Eigenheim nicht zum Alptraum

wird. Auf diese fünf Dinge sollten Sie mindestens achten.

Achten Sie darauf wer Ihr Vertragspartner ist

Bei  Franchisesystemen, wie Town & Country ist ihr Vertragspartner tatsächlich das ausführende Bauunternehmen. Dieses muss nicht immer an jedem Ort gleich zuverlässig sein. Im Ernstfall sehen Sie sich mit ihren Beschwerden vielleicht einem Bauunternehmer gegenüber,  der dann nichts mit den Hochglanzprospekten vom Franchisegeber gemein hat.

Leisten sie nur Abschlagszahlungen

Dem Gesetz nach darf der Bauunternehmer von Ihnen nur Abschlagszahlungen nach dem Baufortschritt verlangen. Zahlen Sie - abgesehen vom Vorschuss - daher nur, wenn der entsprechende Bauabschnitt tatsächlich erbracht worden ist und lassen Sie sich das nachweisen.

Rügen sie Mängel immer schriftlich

Weicht das sie Gebäude vom Vereinbarten ab oder ist sonstwie mangelhaft,  rügen Sie den Mangel unter Fristsetzung schriftlich. Zur Sicherheit schicken Sie Ihr Schreiben per Fax oder Einschreiben. Versuchen Sie die vorhandenen  Mängel so ausführlich und so genau wie Ihnen möglich zu beschreiben. Nur wenn sie hier sauber arbeiten, haben Sie im Fall von späteren Schäden die Chance auf Schadensersatz

 

Nehmen Sie vorhandene Mängel ins Abnahmeprotokoll auf

Lassen Sie sich nicht vom Bauunternehmer mündlich abspeisen, sondern nehmen Sie noch vorhandene Mängel mit ins Abnahmeprotokoll auf. Mit Abnahme tritt nämlich ansonsten eine Beweislastumkehr ein, so dass sie es sind, der dann nachweisen muss, dass das Bauwerk mangelhaft ist. Damit müssen sie gegebenenfalls Sachverständigenkosten im Falle eines Rechtsstreits zumindest zeitweise vorschießen. Dies kann durchaus Tausende von Euro ausmachen.

 

Bauwerksvertrag prüfen und ggf. nachverhandeln

Lassen Sie ihren Bauwerksvertrag vorher prüfen, ob der vertraglich festgelegte Baubeginn und das Bauende klar gefasst sind und sich nicht mit anderen Bestimmungen im Vertrag beißen. Die maximale Baudauer sollte durch eine wirksame Vertragsstrafe abgesichert werden. Das Leistungsverzeichnis sollte umfassend  sein, damit ihre ursprüngliche Kostenkalkulation durch später Entwicklungen nicht völlig aus dem Ruder läuft und ihr Bau im schlimmsten Fall zum Stocken kommt. Die Verantwortlichkeiten und die Überwachungspflichten des Bauunternehmens sollten unmissverständlich geregelt werden und sie sollte nur die Eigenleistungen übernehmen, die sie tatsächlich in der Lage sind zu erbringen.

Tipp: Nehmen Sie die Beratung durch einen im Baurecht erfahrenen Rechtsanwalt in Anspruch. Eine Erstberatung haltet sie bei uns schon in der Regel für 130 € netto.

Hier geht es zu unserem Ressort Baurecht: http://anwaltskanzlei-wue.de/pages/rechtsgebiete/baurecht.php

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